
PRAYBACK Helau!
Einst ich die Thesen angenagelt,
war sicher, dass Kritik es hagelt.
Ich konnt‘ den Weg nicht anders geh‘n,
musst‘ neu in meinem Glauben steh’n.
Doch heut’, was seh‘ ich, liebe Leut’
treibt ihr‘s auf and‘re Art erneut!
Ihr glaubt noch an den faulen Handel,
nur trägt er heut’ ’nen Bonusmantel.
Denn hier in eurer neuen Welt,
regiert vor allem noch das Geld,
und manches and’re Punktekonto
macht trügerisch den Geist euch froh.
So sonntags dann zur Kirche rennt,
der Punktesammler — permanent!
Ein Kreuz, ein Nicken, ein paar Worte,
als Bonus gibt’s ‘ne Kaffeetorte!
Mit vollem Bauch er Lieder singt,
tut’s mutig damit’s ihm was bringt,
fragt alsbald an der Kirchentür,
wo krieg‘ ich heute Punkte hier.
Ja auch 500 Jahr nachdem
dem Klerus war ich nicht genehm,
regiert in Kirche und der Welt
Profit am besten gleich als Geld,
denn klug ist, wer nur dorthin geht,
wo er gewiss ein Schnäppchen schlägt,
und Punkte sammelt ohne Rast,
damit er Deals bloß nicht verpasst.
Was mich dabei am dann auch noch plagt,
wenn Kirche um das Geld nur klagt,
wenn man nicht voneinander lernt,
der Pfaffe sich noch mehr entfernt,
um Bonusmeilen anzuhäufen,
bei manchen ewig langen Läufen,
zu Kirchen in der „Nachbarschaft“,
wo hat man mal den Bus verpasst
dann wartet Stunden, Tage Wochen,
bis endlich mal kommt angekrochen,
die nächste Bahn, der nächste Bus,
damit er fährt, man beten muss.
Doch all das stört ihn nur am Rand,
nachdem er nutzte den Verstand,
der sah was seinen Frust besiegt,
im Bus dreifach es Punkte gibt.
Noch immer hat er’s nicht verstanden,
was Gott verspricht in allen Landen,
dass Gott trotz schlechtem Punktestand,
reicht dir zum Frieden seine Hand,
dass er dich liebt und Leben will,
statt Angst vor einem Loosergrill
des Teufels, den sich hat erdacht,
wer sich erstmal mit Gott verkracht.
Und so merkt auf und hört für’s Leben,
was Gott euch heute mitgegeben,
Gott pfeift auf eure Treuekarten,
lässt Liebe ohne Punkte starten!
Gott will kein Sündenkonto sehn,
kein Bonusheft soll hier bestehn.
Gott schaut euch an — so wie ihr seid,
mit all der Last und all dem Leid.
Sieht liebevoll das Herz sich an,
verwandelt einen dann und wann,
scheucht weg den Kater nach der Nacht,
die ihr im Rausch habt zugebracht,
trennt Fake und Wahrheit wieder auf,
stoppt des Diktators wüsten Lauf,
sorgt sich um alle, bleibt gerecht,
schenkt, was du brauchst zum Leben – echt.
Und dann am Ende mit Vertrauen,
dürft ihr auf festen Boden bau‘n,
dürft helfen, pflanzen neues wagen,
befreit in eures Lebens Tagen.
Denn Gott sieht’s Herz und nicht die Zahl,
der Himmel ist kein Punktlokal!
Helau!
Bild mit Unterstützung der KI Bing Image Creator erstellt.



