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(Un-)Verschämtes Christentum?

Pfr. Till Schümmer, 21. Januar 2023
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Gottesdienst

Haben Sie das schon einmal erlebt? Da sitzt man im Freundeskreis oder unter Kolleg:innen zusammen und spricht ganz ungezwungen über dies und das. Kaum ein Thema ist tabu. Ganz zufällig kommt das Gespräch dann auf Glaubensfragen. Und auf einmal wird es schwierig, überhaupt noch etwas zu sagen. Und nach einem Bekenntnis, dass einem religiöse Themen etwas bedeuten, folgt nicht selten ein Sturm von Unverständnis, ein Stempel des Sonderlings und das Gefühl, irgendwie gestrig zu sein.

Der Glaube scheint in einem solchen Moment besser in der intimsten aller privaten Schubladen aufgehoben zu sein. Besser nicht über ihn sprechen, da sonst Peinlichkeitsreaktionen drohen: gedämpfte Stimmen, gesenkter Blick, manchmal auch das Verleugnen religiöser Praxis.

Und es bleibt die Frage: Kann man heute noch un-verschämt scham-los über den Glauben reden?

Die Predigt des Gottesdienstes am 22.01. wird sich auf Spurensuche von religiöser Scham begeben. Und vielleicht wagen wir danach auch einen offenen und schamlosen Austausch über die Frage: Wie hältst du es mit der Religion.