Panorama von Grävenwiesbach

Ev. Kirchengemeinde Grävenwiesbach

KI-Generiert mit ChatGPT

Auf den Spuren von Paul Gerhardt

Pfr. Till Schümmer, 26. Mai 2026
Generationsübergreifend
Gottesdienst

Ein biographisch-musikalischer Gottesdienst am 31. Mai 2026 in der Ev. Kirche Grävenwiesbach.

Am 27. Mai jährt sich der Todestag des Liederdichters und Theologen Paul Gerhardt zum 350. Mal. Grund genug, dass wir sein Leben und vor allem seinen Glauben in den Mittelpunkt des Gottesdienstes stellen. Denn kaum ein anderer hat dem evangelischen Glauben eine so warme, tröstende und zugleich standhafte Stimme verliehen wie er. Seine Lieder sind Theologie in Versen. Sie zeugen von einem tiefen Vertrauen in Gott, ohne die Augen vor den schwierigen Momenten im Leben zu verschließen.

Denn Paul Gerhardt hatte vieles zu ertragen: Aufgewachsen im Schatten des 30-jährigen Krieges, erlebte er Zerstörung, Hunger und existenzielle Not. Als er 10 Jahre alt war, breitete sich die Pest über Europa aus. Städte brannten, Ordnungen zerfielen, Hoffnung schien vielerorts nur noch ein dünner Faden zu sein. Und auch im Privaten blieb ihm Leid nicht erspart: Mehrere seiner Kinder starben früh, schließlich verlor er auch seine Ehefrau. Schmerz war für ihn keine Theorie, sondern bittere Wirklichkeit.

Und trotzdem konnte er starke Verse schreiben, die bis heute viel von dem Vertrauen erzählen, das Paul Gerhardt in seinem Leben Kraft gab. Er konnte sich mit Herz und Sinn an Jesu Krippe stellen und darin Gottes Ja zum Leben finden. Er konnte die Kraft aufbringen, Jesu „Haupt voll Blut und Wunden“ zu betrachten, und damit in seiner Zeit Halt und Vertrauen finden. Und er machte sich aus allem Leid heraus immer wieder auf den Weg ins Leben. „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“ war ihm in solchen Momenten Auftrag und Zuspruch Jesu zugleich.

Im Gottesdienst am 31. Mai um 10:00 Uhr in Grävenwiesbach werden die Lieder und das Leben von Paul Gerhardt im Mittelpunkt stehen und wir werden gemeinsam auf Spurensuche gehen – nach Spuren in seiner Biografie ebenso wie nach Spuren, die seine Glaubenslieder auch in unserem Leben vorzeichnen können.