2016 Kuba

WGT Karte 2016 WGT Titelbild 2016

Rückblick:

„Kuba– Land des Weltgebetstages 2016“
„Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ ( Mk. 10, 13 – 16 )

Traditionell hatte der Ökumenische Frauenkreis und die Frauen der Weltgebetstags- Gruppe zu einem Infoabend unter dem Motto „Wissenswertes und Kulinarisches“ eingeladen, um auf den Weltgebetstags-Gottesdienst am 4. März einzustimmen.

Die Tische und der gesamte Raum waren landestypisch dekoriert, es erklang
kubanische Musik und alle Gäste wurden mit einem Cocktail empfangen.

Nach der Begrüßung und einem kurzen Gebet wurde das Buffet eröffnet und die Frauen konnten eine Kostprobe landestypischer Speisen – von der Vorspeise, über Hauptspeise, Beilagen bis hin zum Nachtisch – probieren.

Danach waren alle aufgefordert bei dem Lied „Aleluya“ aus der Gottesdienstordnung des Weltgebetstages kräftig mitzusingen.

Dem kulinarischen Teil des Abends folgte der Wissenswerte, mit einem kurzweiligen Diavortrag von Cornelia Lehr, mit schönen Bildern und vielen Informationen über Kuba.

„Sonnenaufgang, Sonnenuntergang“ so lautete ein weiteres Lied des Weltgebets-
tag, bevor es mit einem Puzzle-Spiel weiterging. Hierbei mussten auf den Tischen ausgelegte Puzzleteile zu einem Bild an der Pinnwand zusammengefügt werden.
Die Frauen haben diese Aufgabe hervorragend gelöst.

Mit einem Gebet und dem Hinweis auf die nächsten Veranstaltungen, endete der schöne, kurzweilige Abend.
Die Gäste spendeten nicht nur reichlich Applaus, sondern mit 137,90 Euro eine äußerst großzügige Summe für das Weltgebetstagskonto.

32 Farbeite Rückseite

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches „DANKESCHÖN“ an alle, die diesen
Abend vorbereitet, gekocht und mitgestaltet haben!

Ohne dieses Vorbereitungsteam wäre der Info-Abend nicht möglich gewesen:
Cornelia Lehr, Hedwig Book, Thea Fritsch, Petra Braun, Margret Grünewald-Bondu,
Angelika Seel, Sabine Fischer, Betty Brodkorb, Susann Schwejda-Güttes,
Christa Kraft, Maike Loch, Klarissa Seefeld.
Der Gottesdienst zum Weltgebetstag am 4. März fand in diesem Jahr in der Ev. Kirche statt.
Schon beim Betreten der Kirche wurden die Besucher auf das Land des Weltgebets- tag Kuba eingestimmt. Neben dem Eingang stand eine große Pinnwand mit der Landkarte Kubas und vielen eindrucksvollen Bildern. Daneben zwei Tische mit selbstgemachter Zitronenlimonade, leckerem Kuchen und der „nationalen Blume“ Schmetterlingsjasmin (aus Papier gefertigt). Die Stirnseiten der Bänke waren mit selbst gebastelten Friedenstauben geschmückt, vor dem Altar hatten die Frauen kleine Tische mit vielen landestypischen Dingen dekoriert. Davor stand die blau-weiß-rote kubanische Fahne.
Frau Pfarrerin Berg-Ebert begrüßte die Gäste, dankte dem Vorbereitungsteams für das Engagement, sowie der Chorleiterin Frau Rahn und allen Mitgliedern des Projektchors ganz herzlich für die musikalische Begleitung. Dann übergab Sie an die Frauen des Weltgebetstags-Vorbereitungsteam.
Die Gottesdienstordnung selbst wird vom jeweiligen Land des Weltgebetstags vorbereitet und weltweit übernommen.
Das WGT-Team hat durch die Einbeziehung der drei Mädchen bzw. Jugendlichen Bianca, Lena und Nele, sowie verschiedener Ergänzungen versucht, das Motto „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ ( Mk. 10, 13 – 16 ) noch stärker zu verdeutlichen.

Die Frauen schlüpften in die Rollen der kubanischen Frauen, etwa in die von Juana, einer alten Frau, die am Glauben festgehalten hat, auch wenn sie deshalb diskriminiert wurde. „Wir waren die ‚lebendigen Steine‘ Wir standen ein für unsere Hoffnung. Deshalb sind wir Frauen mit Erfahrung im Widerstand und Leid.“ Beides hat es gegeben. Auch nach der Aufhebung der Blockade durch die USA und Europa haben sie noch Angst, die hart erkämpfte Unabhängigkeit zu verlieren. Wie es der nächsten Generation geht, erklärte Yamilka, eine Frau mit vielfältigen Jobs in Beruf, Gemeinde und Familie: Kubanerinnen seien gebildet, brauchten aber dennoch Einfallsreichtum, um den täglichen Überlebenskampf zu bestehen. „Wir bringen unsere Begabungen und unser Wissen in die Gesellschaft ein. Wir geben dem Alltag Würze.“ Die junge Frau Liudmila berichtete von vielen Freundinnen und Freunden die aus Frustration ausgewandert sind, aber auch von ihrer eigenen starken Überzeugung „Ich vertraue darauf, dass meine Generation ein Licht sein kann, das vielen jungen Menschen einen Weg zeigt für eine Zukunft in unserem Land – eine Zukunft, die sie jetzt noch nicht sehen. Unsere Nachkommen haben das Recht, mit Freude in diesem schönen Land zu leben. Bianca, Lena und Nele gaben den kubanischen Mädchen ihre Stimme und es wurde klar: Sie bringen Freude und Rhythmus ins Leben, sind in der kirchlichen Jugendarbeit engagiert und freuen sich, dass es in Kuba keine Kinderarbeit gibt.
Nach dieser Einführung waren alle Gottesdienstbesucher eingeladen, sich zu begrüßen, wie es in Kuba üblich ist: mit einem Kuss auf die Wange, einer Umarmung oder indem man einander die Hand gibt und (abends) Buenas noches sagt.
Beim Ruf zum Gebet wurde Gott für die Vielfalt der Schöpfung gedankt.
Im Schuldbekenntnis und beim Zuspruch der Vergebung hieß es dann: in manchen Situationen haben wir die Einladung Gottes Liebe zu empfangen, nicht angenommen und bitten daher um Vergebung.
Mit der Lesung aus Jesaja 11, 1 – 10 wurde an die Verheißung Gottes erinnert, eine „neue Welt“ zu schaffen. Und mit dem Text aus Markus 10, 13 – 16 kam die Liebe Gottes, der uns mit offenen Armen empfängt, zum Ausdruck.
Auch bei der Titelbildbetrachtung spielten große und kleine Hände, Halten – gehalten, die herausragende Rolle.
Betend handeln, das können wir auf vielfältige Weise. Auch mit unserer Kollekte. So erfuhren die Besucher, das der Weltgebetstag eine große Basisbewegung christlicher Frauen ist und das Weltgebetstagskomitee zur Zeit (Stand 2015) 170 lfd. Projekte in 46 Ländern unterstützt. Für das Einsammeln der Kollekte hatten sich die Frauen wieder etwas Besonderes einfallen lassen und statt der üblichen Körbchen Zigarrenkisten besorgt.
In der Danksagung und in den Fürbitten kam noch einmal die Liebe und Fürsorge Gottes zu „allen seinen Kindern“ zum Ausdruck, verbunden mit der Bitte, dass wir Menschen achtsamer, respektvoller und fürsorglicher miteinander umgehen.
Ein Bestandteil eines jeden kubanischen Gottesdienstes ist die Selbstverpflichtung und so wurde auch dieses Element aufgenommen und vor dem „Vater unser“ von allen Gottesdienstbesuchern bekräftigt.
Danach hieß es in der Sendung und dem Segen: Gehen wir in die Welt hinaus. Begegnen wir Menschen mit Liebe und Fürsorge. Mit jedem neuen Tag empfangen wir Kraft und Segen für unsere Aufgaben. Indem wir uns dem Leben öffnen, nehmen wir auch Jesus auf. Getreu dem Motto des Weltgebetstages: „Nehmt Kinder auf und ihr nehmt mich auf“ (Mk. 10, 13 – 16)
Bevor Frau Pfarrerin Berg-Ebert zum Abschluss des Gottesdienstes den Segen aus- sprach, forderte Sie alle Anwesenden auf, sich an die Hände zu nehmen. So entstand eine lange Menschenkette und alle waren miteinander verbunden.
Eine große Bereicherung des Gottesdienstes war einmal mehr, die musikalische Begleitung. Inzwischen zum dritten Mal hatte Frau Carola Annett Rahn extra für den Weltgebetstag einen Projektchor angeboten und die Leitung ehrenamtlich über-nommen. Den Sängerinnen und Sängern, sowie den Damen und Herren der Instrumentalbegleitung merkte man die Freude förmlich an. Mit den ausdrucksstark vorgetragenen Liedern schafften sie, eine wundervolle, einzigartige Atmosphäre, die durch die schöne Akustik in der Kirche noch verstärkt wurde.
Die Lieder beim Weltgebetstag sind vom Text und der Melodie her nicht alltäglich und immer eine neue Herausforderung. Für die Gottesdienstbesucher ist es daher nicht einfach unbekannte Lieder sofort mitzusingen. Aber oft sind es gerade diese Lieder, als ein wichtiger Bestandteil, die den Gottesdienst wunderschön abrunden.
Mit dem Projektchor erfuhren die Besucher somit eine tolle Unterstützung.

Zum Abschluß des Gottesdienstes bedankte sich Frau Book im Namen der Welt- gebetstagsgruppe bei Frau Berg-Ebert für die Begrüßung und den Segen, bei Frau Rahn für die musikalische Leitung, bei allen Damen und Herrn vom Projektchor für die musikalische Begleitung und bei allen Besuchern für ihr Kommen.
Sie lud alle herzlich ein, die selbstgemachte heiße oder kalte Zitronenlimonade und den leckeren Kuchen zu probieren.
Die Gottesdienstbesucher bedankten sich mit reichlich Applaus und zeigten sich auch noch bei den anschließenden Gesprächen begeistert von der Gottesdienst-gestaltung und der musikalischen Begleitung durch den Projektchor.
Die Spende vom Infoabend (137,90 Euro) wird zusammen mit der Kollekte vom Weltgebetstagsgottesdienst (206,65 Euro) auf das Konto des Weltgebetstags-komitee für weltweite Projekte überwiesen.