Glocken

Glocken der Evangelischen Kirche zu Grävenwiesbach
Glocken für die Kirche
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Von den Glocken gibt es nur wenige überlieferte Berichte.

Ein Artikel steht in der Festschrift vom alten Lehrer Rudolf Hardt, der sich etwas abgewandelt auch in einem Buch über den Taunus-Sagenschatz wiederfindet.

Hier können Sie sich das Glockengeläut anhören (Aufgenommen am 30.04.2011):

 

Die nicht belegbare Geschichte besagt, dass die Grävenwiesbacher, nach dem Bau ihrer Kirche, aufgerufen waren für die Glocken der neuen Kirche alles Metall zu spenden. Die Sage berichtet, dass, als das Metall nicht reichte, die zurückgekehrte Tochter des ehemaligen Dorfpfarrers Philipp Reinhard Schlosser – eine verheiratete Gräfin von Greiffenberg – alle goldenen und silbernen Gefäße dazugab. Und so konnte der Glockengießer aus Hungen den Guss vollenden.

Im Ersten Weltkrieg wurden von der Grävenwiesbacher Gemeinde die Glocken gefordert.

Aus der Festschrift zum 250 jährigen Bestehen der Kirche:

„So müssen auch wir zwei Glocken hergeben. Die große Glocke 1900 gegossen mit der Inschrift „Ehre sei Gott in der Höhe“ und die kleine Glocke 1910 gegossen „Bittet so wird Euch gegebe“ wurden herabgeholt und fortgeschickt. Dazu die Prospektpfeifen der Orgel. Sie werden dem Vaterland in seiner Not geopfert. Das Reich zahlt dafür 5.300 M. Diese Summe wird in Kriegsanleihe ausbezahlt. Nun besitzt die Kirche noch eine Glocke, die mittlere. Sie wird jetzt mit der kleinen Glocke der Zivilgemeinde, die im oberen Turm angebracht ist, geläutet bis wieder bessere Tage kommen und das Geläute wieder ergänzt werden kann …

Ab 1927 waren schließlich vier Bronzeglocken in der Kirche.

Diese wurden allerdings 1941, also schon nach zwei Jahren seit Kriegsbeginn des Zweiten Weltkrieges, wieder abgeholt und eingeschmolzen.

1948, am 03. Advent (12.12.48) – 210 Jahre nach der Einweihung der Kirche wurden der Gemeinde wieder vier Glocken übergeben und erklangen im Gottesdienst.

Pfarrer Otto Brück sagte in seiner Predigt damals:

„Sie sind zwar nicht wie ihre früheren Schwestern aus dem ehernen Metall der Bronze, sondern aus dem einfacheren Stahl, … … haben auch ihre Namen: Glaube, Hoffnung, Liebe. … Die Glocke des Gebets ist die vierte …“

Und diese Glocken ertönen auch heute noch zu jedem gottesdienstlichen Anlass in unserer Kirchengemeinde.